Der Arbeitskreis Kursprogramm Facharztweiterbildung Frauenheilkunde Psychosomatische Grundversorgung Psychosomatische Grundversorgung Zusatzweiterbildung Psychotherapie -fachgebunden- Sexualmedizin Entspannungverfahren
- Progressive Muskelrelaxation
Entspannungverfahren
- Hypnotherapie
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Nächster Kursstart: Infotag im September 2012, Start 6 Blockkurse ab November 2012! Anmeldung in Kürze möglich!

Zusatzweiterbildung Psychotherapie -fachgebunden-, 2-jähriger Kurs

Die neue fachgebundene Zusatzweiterbildung Psychotherapie ist im Vergleich zur alten Zusatzbezeichnung Psychotherapie vom Inhalt und Umfang deutlich reduziert worden (z. B. kein Psychiatriejahr, kein zweites therapeutisches Verfahren). Dadurch wird der Erwerb dieser Zusatzweiterbildung in begrenztem zeitlichen und finanziellen Umfang für viele Ärzte möglich.

Die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie – neben einer Arbeit als Facharzt/ärztin – baut auf den Grundkenntnissen und Fertigkeiten, die in den Kursen zur Psychosomatischen Grundversorgung erworben wurden, auf. Ziel ist der Erwerb einer eigenen psychotherapeutischen Kompetenz in der Diagnostik und Therapie psychischer und psychosomatischer Störungen und Probleme, wie sie in dem jeweiligen Fachgebiet auftreten. Während die neue Weiterbildungsordnung mittlerweile in fast allen Ärztekammern in Kraft getreten ist, gibt es bisher noch keinen Beschluss darüber, wie die erbrachten Leistungen genau abzurechnen sind. Nach dem jetzigen Stand können die erbrachten psychosomatischen und psychotherapeutischen Leistungen wie bisher über die Richtlinienpsychotherapie vergütet werden. Die genaue Honorarhöhe im Rahmen einer Facharztpraxis ist aber im Moment leider nicht klar voraus kalkulierbar.

Informationen zu den geforderten Inhalten laut der Ärztekammer Baden Württemberg finden Sie unter: http://www.aerztekammer-bw.de/30/09/zusatzwb/wbo36.pdf

Hier finden Sie Informationen zur Medizinischen Hypnotherapie (Entspannungsverfahren)

Hier finden Sie Kontakte zu fortlaufenden Balintgruppen

Hier finden Sie Adressen von SupervisorInnen

Termine

NEUSTART 2013, Aufnahme auf Interessentenliste möglich
2012, Blockkurs 3 von 4, bereits laufende Kursgruppe - kein Quereinstieg moeglich!
Informationstag 2012, 6 Blockkurse
Zusatzweiterbildung Psychotherapie, 6 Blockkurse, 2012-2014

Definition

Die Zusatzweiterbildung Psychotherapie -fachgebunden- umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung und psychotherapeutische indikationsbezogene Behandlung von Erkrankungen des jeweiligen Gebietes, die durch psychosoziale Faktoren und Belastungsreaktionen mit bedingt sind.

Voraussetzung für die Teilnahme

Ärzte/Ärztinnen in Weiterbildung und FachärztInnen, in Klinik und Praxis

Besonderheiten unserer Ausbildung

Enge inhaltliche und personelle Verknüpfung mit dem seit Jahren weiterentwickelten Konzept der Ausbildung in psychosomatischer Grundversorgung, kontinuierliche Weiterbildung aller Dozenten in Fragen der Theorie und Didaktik.

Didaktik

Die Kurse des Arbeitskreises Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Südbaden e.V. zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Wissensvermittlung, praktischen Übungen und Selbsterfahrung aus. Jedes Thema wird durch Übungen belebt. Das notwendige Hintergrundwissen erhalten Sie in Form von Kurzvorträgen und Materialien. Durch Live-Gespräche mit PatientInnen aus der Praxis oder der Klinik, die fast an jedem Kurstag stattfinden, und Rollenspiele erleben Sie hautnah den Ablauf einer Psychotherapiesitzung und bekommen direkte Einblicke in die Arbeit und den Stil der KursleiterIn. Die konkreten Fertigkeiten der therapeutischen Gesprächsführung und der notwendigen Beziehungsgestaltung ziehen sich als roter Faden durch die gesamte Weiterbildung. Besonderen Wert legen wir auf die Selbsterfahrung und die damit verbundene Sensibilisierung der Arztpersönlichkeit für Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse im ärztlichen Alltag.

Inhalte Zusatzweiterbildung Psychotherapie -fachgebunden-

(WBO Baden-Württemberg Stand 4-2011)

Folgende Stunden sind in unserem Kursangebot enthalten:

- 120 Stunden theoretische Weiterbildung

- 10   Stunden Bearbeitung von Anamneseuntersuchungen

- 30 Stunden Fallseminar

- 100 Stunden Gruppenselbsterfahrung oder 75 Stunden Einzelselbsterfahrung, 10 dokumentierte und supervidierte Erstuntersuchungen.


Extern müssen folgende Inhalte erworben werden:

- 120* Stunden psychodynamische/ tiefenpsychologische supervidierte Psychotherapie, davon 3 abgeschlossene Fälle und Bearbeitung von 10 dokumentierten und supervidierten Erstuntersuchungen. (* in Baden-Württemberg 240 Stunden)

- 10 dokumentierte und supervidierte Erstuntersuchungen

- 16 Doppelstd. Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Entspannung, Hypnose)

- 15 Doppelstd. Balintgruppe

Lernziele und inhaltliche Schwerpunkte

1. Erkennen psychosozialen Behandlungsbedarfs

- Frühzeitiges Erkennen psychischer und psychosomatischer Störungen
  und Probleme bei allen Krankheitsbildern
- Psychophysiologie (z.B. Zusammenhänge zwischen Psyche, Gehirn und
  Immunsystem, Stressmodell)
- Psychosoziale Faktoren bei Entstehung, Verlauf und Bewältigung
  körperlicher Krankheiten, z.B. Krebs und Herzinfarkt
- Psychische Störungen, z.B. bei Angst und depressive Symptomatik,
  die als körperliche Beschwerden präsentiert werden
- Erhebung einer biopsychosozialen Anamnese
 

2. Psychotherapeutische Gesprächsführung

- Vertiefung der Technik von patientenzentrierter und arztzentrierter
  Gesprächsführung
- Vorgehen in spezifischen Situationen, wie Motivationsarbeit bei Patienten
  mit somatoformen Störungen oder Sucht, Begleitung von Patienten mit
  schweren körperlichen Erkrankungen, Gesprächsführung bei depressiven
  Patienten, Suizidalität, Persönlichkeitsstörungen und Complianceprobleme
 

3. Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung

- Herstellen eines gemeinsamen Verständnisses (Passung) zwischen
  Arzt und Patient
- Die Person des Arztes als diagnostisches Instrument und als Wirkfaktor
  (Übertragung und Gegenübertragung)
- Empathie, Wertschätzung für den Patienten, Echtheit des Arztes
- Nähe und Distanzregulierung, Kennenlernen eigener Grenzen,
  Schutz vor Burn-Out
 

4. Selbsterfahrung

- In verschiedenen Teilen des Gesamtkurses wird die Selbsterfahrung betont
  und die Notwendigkeit zur Selbstreflektion geschult.
- Selbsterfahrung kann über Gespräche, systemische Familienaufstellungen
  von TeilnehmerInnen, durch Genogrammarbeit, durch Konzentrative
  Bewegungstherapie KBT und vieles mehr gefördert werden.
  Alle KursleiterInnen sind erfahrene PsychotherapeutInnen, die diese
  Prozesse begleiten können.

Ablauf

Die Weiterbildung erstreckt sich über zwei Jahre und kann entweder in Blöcken oder Wochenendkursen belegt werden.

Blockkursvarianten:

4 Blöcke mit je 6 Tagen (Samstag bis Freitag) über ca. zwei Jahre verteilt

6 Block mit je 4 Tagen (Mittwoch bis Samstag) über ca. zwei Jahre verteilt

Wochenendveranstaltungen:

12 Wochenenden über zwei Jahre, jeweils Freitag und Samstag ganztags.

Seminarveranstaltung

Fachspezifischere Themen werden ggf. in zusätzlichen Seminaren vermittelt. Sie wählen die für Sie relevanten Seminare aus. Die Seminare finden jeweils Samstags von 9 bis 18 Uhr statt.

Die folgenden Stunden müssen außerhalb des Kurses absolviert werden.

Wir vermitteln Ihnen dazu gerne Angebote:

- 30 Stunden kontinuierliche Balint-Gruppenarbeit

- 32 Stunden Entspannungsverfahren oder Hypnotherapie

- 240* Stunden psychodynamische/tiefenpsychologische supervidierte Psychotherapie,
  davon 3 abgeschlossene Fälle. (*außerhalb Baden-Württemberg 120 Stunden)

- 60 Std. Supervision, davon max. 40 in der Gruppe

Kontinuierliche Balintgruppenarbeit (30 Stunden)

Die Balintgruppen können Sie gerne extern am Heimatort besuchen. Von unserer Dozentengruppen werden laufend Plätze in Balintgruppen frei, die Sie gerne belegen können.

Entspannungsverfahren/medizinische Hypnose

2-Tages Kurse zu diesen Themen werden etwa zweimal im Jahr von unserem Arbeitskreis angeboten.

Eigene Behandlungsstunden (240 Stunden)

Etwa in der zweiten Hälfte der Ausbildung sollten Sie eigene Patienten unter Aufsicht therapieren. Für manche KollegInnen, speziell im stationären Bereich, ist es ein Problem, diese Behandlungen durchzuführen. Wir helfen gerne dabei. In Baden-Württemberg ist es seit kurzem möglich, die Fälle selbst über die eigene KV-Nummer (sofern vorhanden) abzurechnen oder sich als ZusatzweiterbildungsAssistentIn (berufsbegleitend) bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten speziell für diesen Zweck bei der KV anzumelden und dann die Behandlungsstunden über den Niedergelassenen abrechnen zu können. Einzelheiten werden im Kurs bekannt gegeben.

Supervision (60 Stunden)

Alles, was im Weiterbildungskurs gelernt wird und was Sie an Kenntnissen und Erfahrungen schon mitbringen, soll sich in der Praxis bewähren können. Supervision ist die Schnittstelle, die einen gelingenden Transfer zwischen Theorie, Selbsterfahrung und Umsetzung in der eigenen Praxis ermöglichen soll.

Sie stellen anhand Ihrer Notizen oder auch mit Tonträger oder Video die Behandlungssitzungen mit Ihren Patienten einem erfahrenen als Supervisor anerkannten Kollegen vor. Sie berichten, Ihre Erfahrung und Ihre Gedanken, als auch den Stundenverlauf und erhalten Rückmeldung. Über die konkrete Arbeit am jeweiligen Fall hinaus, lernen Sie auch zu reflektieren, wie Ihr Arbeitskontext, z.B. die Zeit einer Sitzung, die Art der Terminvereinbarungen etc. den psychotherapeutischen Prozess mitgestaltet. Eine Supervision bei sehr kurzen Interventionen von nur wenigen Sitzungen soll noch während dieser Sitzungen möglichst zeitnah erfolgen. Bei geplantem Beginn einer Kurzzeit- oder Langzeittherapie muss die Supervision noch in den probatorischen Gesprächen also vor der gemeinsamen Vereinbarung zu einer Psychotherapie erfolgen, damit die Indikation und die möglichen Ziele mit Ihrem Supervisor besprochen werden kann. Es ist nicht vorgeschrieben aber oft hilfreich, einen Fallbericht zu schreiben, um das eigene Denken zu formulieren und sich für zukünftige Psychotherapieantragstellung zu üben. Hilfen erhalten Sie von Ihrem Supervisor.

Die Supervision der Behandlungsstunden sollte kontinuierlich, dass heißt nach mindestens 4 Behandlungsstunden am Heimatort erfolgen.

In Baden-Württemberg ist vorgeschrieben, dass 240 Therapiesitzungen supervidiert werden müssen. Das sind 60 Sitzungen Supervision. Der AK PSM e.V. empfiehlt 40 Std. Supervision in der Gruppe und 20 Stunden Einzelsupervision. Die Supervision wird parallel zur Zusatzweiterbildung extern absolviert.

In anderen Bundesländern werden z.T. nur 120 supervidierte Behandlungssitzungen gefordert. Informieren Sie sich im Zweifelsfall bei Ihrer Landesärztekammer.

Die Supervision ist nicht im Curriculum integriert. Sie suchen sich mindestens zwei Supervisoren, bei denen Sie vorstellen können. Eine Liste von anerkannten Supvervisoren im Raum Freiburg finden Sie hier. Zusätzlich bieten wir auch Supervisionsgruppen (3-5 Teilnehmer) fortlaufend oder im Block an. Lassen Sie sich den Zeitraum und die Zahl der Supervisionstunden, die Sie bei den jeweiligen Supvervisoren gemacht haben, bescheinigen. Kommen Sie aus einer anderen Gegend Deutschlands finden Sie bei der jeweiligen Ärztekammer Supervisoren, die für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie anerkannt sind.

Selbsterfahrung

Selbsterfahrung ist das Herzstück jeder psychotherapeutischen Ausbildung. Sich selbst mit Herz und Verstand kennenlernen, heißt, sich mit seinen Stärken und Schwächen persönlicher und fachlicher Art wohlwollend auseinandersetzen zu können. Es heißt auch, die Art der Psychotherapieausübung, die am besten zu Ihnen und Ihrem beruflichen Kontext passt, zu suchen und zu finden, als auch die Formen der Psychotherapie, die Sie weniger gut ausführen können, kennen zu lernen und somit Ihre Grenzen besser definieren zu können.

Sie können verstehen lernen, wieso Sie auf bestimmte Patienten oder Krankheitsbilder ganz eigen und anders oder ähnlich als andere reagieren, wieso Ihnen bestimmte Interventionen leichter fallen als andere. Sie haben somit die Möglichkeit, Ihr Spektrum erweitern.

Sie können Ihren persönlichen Hintergrund, ihre ganz eigenen guten, schlechten und neutralen Lebenserfahrungen in ihrer Bedeutung für Ihr Leben, Ihren Beruf und Ihre Tätigkeit als Psychotherapeut einschätzen und lernen sie im Rahmen Ihrer ärztlichen Tätigkeit zu nutzen.

Sie können anhand der 2 jährigen Weiterbildung einen psychotherapeutischen Einzel- und Gruppenprozess mit Anfangs- Mittel- und Endphase am eigenen Leib und eigener Seele erfahren und lernen so für Ihre Tätigkeit als Psychotherapeut den Prozess Ihrer Patienten verstehend und begleitend mitzuerleben und zu reflektieren.

Die Selbsterfahrung findet statt in Form von angeleiteter Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion anhand biografischer Themen, anhand der zu lernenden Theorie, anhand der Interaktion mit anderen Teilnehmenden, anhand der Beobachtung, Wahrnehmung und Reflektion der Arzt-Patient-Begegnungen im Kurs und anhand Ihrer eigenen Praxis. Es können Spezialtherapeuten für einzelne Themen oder für spezielle therapeutische Zugänge, z.B. zu nicht-verbal gespeicherten Erfahrungen, z.B. Konzentrative Bewegungstherapie, Musik- oder Gestaltungstherapie die in den Kurs integrierte Selbsterfahrung ergänzen.

Zur Erlangung des Zusatztitels Fachgebundene Psychotherapie sind 100 Sitzungen Selbsterfahrung vorgeschrieben, die Sie bei vollständigem Besuch aller Weiterbildungsteile abgedeckt haben.

Literatur

  • Fritzsche, Wirsching: „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“, Springer Verlag, Heidelberg 2006
  • Brunnhuber, Frauenknecht, Lieb: „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“, Dezember 2004
  • Wöller, Kruse: „Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: Basisbuch und Praxisleitfaden“ Neuauflage März 2010
  • Dilling, Freyberger: „ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen.“ Taschenführer mit Glossar und Diagnostischen Kriterien von WHO, Broschiert - 23. April 2008
  • Sielk, Janssen, Abholz: „Praktische Psychiatrie für den Hausarzt. Hilfen für Diagnostik und Therapie“, Deutscher Ärzteverlag, Broschiert 2009

TeilnehmerInnen, Dozenten

Der Kurs findet in einer konstanten Teilnehmergruppe statt, die von zwei Kursleitern betreut wird. Zusätzlich werden externe Experten einbezogen.

 

Kurs 2011-2012, 4 Blockkurse

Kursleitung: Prof. Dr. med. Kurt Fritzsche, Dipl. Psych. Bettina Engemann

Ort

Seminarräume der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Hauptstraße 8 | 79104 Freiburg

Zunehmend finden Seminar-Blocks oder längere Kursabschnitte auch an anderen Orten, z.B. in Seminarhotels, meist in oder in der Nähe von Freiburg, statt.

Kosten

Die Kosten der gesamten 260-stündigen Weiterbildung (ohne Supervision) gliedern sich auf in:

- Einführungssamstag EUR 100

- 2010: Kombinationen aus Wochenend- und Blockkursen

Weitere Varianten:

- 12 Wochenendkurse à 2 Tage
- 6 Weiterbildungsblöcke à 4 Tage
- 4 Weiterbildungsblöcke à 6 Tage

NEU: Kosten jeweils insgesamt EUR 3570,00

Die Zahlung ist möglich in Raten über zwei Jahre.

Ermässigung möglich durch die Zahlung des Komplettbetrags vor Kursbeginn.

- ein Seminartag ca. EUR 130

Entspannungsverfahren à 2 Tage EUR 210
(Progressive Relaxation nach Jacobson, Medizinische Hypnose)

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