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Psychosomatische Grundkenntnisse in der Facharztweiterbildung (8 Std. Theorie, 12 Std. Verbale Intervention, 20 Std. Balintgruppe)

Nach der geltenden Weiterbildungsordnung vom 1. Mai 1995 müssen in den meisten Fachrichtungen eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Psychosomatischen Grundversorgung erworben werden. Die allgemeinen Bestimmungen der Richtlinien für den Inhalt der Weiterbildung sehen für Baden-Württemberg vor, dass die entsprechenden Weiterbildungsinhalte durch die erfolgreiche Teilnahme an einem von der Ärztekammer anerkannten Seminar über die Grundlagen der Erkennung psychosomatischer Krankheitsbilder mit den Inhalten: Theorie (8 Stunden), Selbsterfahrung/Balint (10 Doppelstunden) und verbale Interventionstechniken (12 Stunden) erworben werden können.

Der Vorstand der Landesärztekammer Baden-Württemberg hat am 18.3.1998 und am 26.6.1999 beschlossen, dass die Weiterbildungsinhalte entweder in der Form von Krankenhaus-internen Weiterbildungs-Veranstaltungen angeboten und die erworbenen psychosomatischen Kenntnisse dann von dem zur Weiterbildung befugten Arzt des jeweiligen Fachgebietes bestätigt werden müssen, oder durch den Besuch eines 40-stündigen Kurses nachzuweisen sind.

Im Gebiet Allgemeinmedizin werden entsprechende Weiterbildungsinhalte im Rahmen der 240-stündigen Seminarweiterbildung vermittelt. Für die Frauenheilkunde hat die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Geburtshilfe und Gynäkologie ein eigenständiges Kurrikulum entwickelt (zum Kursangebot). Aber auch Ärzte in Weiterbildung zur Allgemeinmedizin und Frauenheilkunde können an dem von uns angebotenen Blockkurs teilnehmen. Die psychosomatischen Grundkenntnisse sind jedoch nicht "deckungsgleich" mit dem für die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung durch die Psychotherapie-Richtlinien festgelegten Voraussetzungen. Hier werden 80 Stunden gefordert.

Termine

05. - 09.03.2012, Dr. Schröder, B. Engemann
16. - 20.07.2012, B. Engemann, PD Dr. Ross
12. - 16.11.2012, Dr. Schröder, Dr. C. Burbaum

Dozenten

Dipl. Psych. Bettina Engemann

Prof. Dr. med. Kurt Fritzsche

Dr. med. Peter Schröder

PD Dr. med. Uwe Ross

Ärzte und Psychologen mit Lehrerfahrung, welche im Bereich der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie tätig sind.

Inhalte

- Theoretische Grundlagen der psychosomatischen Medizin mit Fallbeispielen zu Angst,
  Depression, körperliche Beschwerden ohne Organbefund und Psychosomatik
  körperlicher Erkrankungen am Beispiel Krebs.

- Patienten-Live-Interview zur praktischen Anschauung einer patientenzentrierten
  Gesprächsführung.

- Kleingruppenarbeit zur Vertiefung und Übung an eigenen Fallbeispielen.

- Fallbezogene Gruppenarbeit zur Erörterung schwieriger Arzt-Patienten-Beziehungen

Literatur

  • Bauer, J, Kächele, H. (2005). Das Fach „Psychosomatische Medizin“: Seine Beziehungen zur Neurologie und zur Psychiatrie. Z. Psychotherapie, 10 Bd 10, 1.
  • Fritzsche, K. Geigges W, Wirsching M, Richter D (2003): Psychosomatische Grundversorgung. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg.
  • Fritzsche, K., Wirsching, M. (1993): Psychosomatische Grundversorgung - Konzept, Umsetzung, erste Erfahrungen. Z. Allg. Med. 69:294-298.
  • Fritzsche, K., Schwoerer, P., Wirsching, M. (1994): Psychosomatische Grundversorgung - Strukturiertes Fortbildungsprogramm im Praxisalltag. Deutsches Ärzteblatt, Heft 46: 3174-3178.
  • Fritzsche, K., Hartmann, A., Wirsching, M. (1995): Die Arzt-Patient-Beziehung in der Allgemeinarztpraxis. Probleme aus Sicht der Teilnehmer und Gruppenleiter eines Curriculums zur Psychosomatischen Grundversorgung. Z. Allg. Med. 71:1415-1420.
  • Fritzsche, K., Campagnolo, I., Seidenglanz, K., Wirsching, M. (1998): Die Kooperation zwischen Hausarzt und Psychotherapeut. Ein Beispiel für Psychosomatische Vernetzung. Z. Allg. Med. 74: 318-320.
  • Fritzsche, K. (1999): Eine Gruppe verweigert sich - Erfahrungen mit Balintarbeit im Rahmen der Pflichtweiterbildung in Allgemeinmedizin. Gruppenpsychother. Gruppendynamik 35: 236-246
  • Fritzsche, K., Sandholzer, H., Brucks, U., Cierpka, M., Deter, H. C., Härter, M., Höger, C., Richter, R., Schmidt, B., Larisch, A., Wirsching, M. (1999): Psychosocial Care by General Practitioners - Where are the Problems? Results of a demonstration project on quality management in psychosocial primary care. Int‘l. J. Psychiatry in Medicine 29: 395-409.
  • Fritzsche, K., Sandholzer, H., Brucks, U., Campagnolo, I., Cirpka, M., Deter, H.-C., Härter, M., Höger, C., Richter, R., Schmidt, B., Wirsching, M., (2000): Psychosomatische Grundversorgung in der Hausarztpraxis. Ergebnisse eines bundesweiten Demonstrationsprojektes zur Qualitätssicherung. Z. ärztl. Fortbild. Qual. Sich. (ZaeFQ) 94: 127-131.
  • Fritzsche, K., Wirsching, M., Scheidt, C.E. (2000): Somatisierende Patienten. Konkrete Vorschläge für eine Stufentherapie in der Hausarztpraxis. MMW-Fortschr. Med. 142: 152-154.
  • Fritzsche, K., Werner, J., Sandholzer, H., Brucks, U., Cierpka, M., Deter, H. C., Härter, M., Höger, C., Richter, R., Schmidt, B. (2000): Psychotherapeutische und psychosoziale Behandlungsmaßnahmen in der Hausarztpraxis. Psychother Psychosom Med Psychol. 50: 239-245.
  • von Uexküll, Th. (2002): Psychosomatische Medizin. 6.Auflage, Münschen: Urban & Fischer.
  • von Uexküll Th., Geigges W, Plassmann R (2002): Integrierte Medizin. Schattauerverlag Stuttgart. Wirsching, M. (1982): Krankheit und Familie, Klett.
  • Wirsching, M. (1988): Krebs im Kontext, Klett.
  • Wirsching, M., Stierlin, H. (1990): Das erste Familiengespräch, 5. Auflage, Klett.
  • Wirsching, M. (1996): Psychosomatische Medizin, Beck.
  • Wirsching, M. (1998): Jenseits vom Schulenstreit - Entwicklungen heutiger Psychotherapie. Fischer, Frankfurt am Main.
  • Wirsching, M. (1999): Psychotherapie, Grundlagen und Methoden, Beck.

Kursform

Blockkurse Psychosomatische Grundkenntnisse in der Facharztweiterbildung

Ort

Seminarräume in Freiburg und Umgebung
 

Hotelinformationen für Freiburg www.freiburg.fit-tourist.de/

Kosten

EUR 510
Ermäßigung nur möglich bei Nachweis für Mitarbeiter des Universitätsklinikum Freiburg, arbeitslose Ärzte, Ärzte in Elternzeit

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